ELECTRO UNTER STROM!

Ein Blick in seine Sci-Fi-Zelle im RAFT

Von Kat Farrell 

Nach dem Hochspannungskampf gegen Spider-Man in der Stadt wurde Electro festgenommen und in die speziell für ihn vorbereitete Zelle im RAFT gebracht. Insiderquellen berichten, dass die Gefängnisleitung bei ihrem neuen elektrisierenden Insassen nichts dem Zufall überlassen wolle und eine Zelle wie aus einem Science-Fiction-Film eingerichtet habe. Umgeben von Gittern aus nicht-leitenden PVC-Rohren und einem Gummifußboden, kann Electro nicht mal mehr einen elektrostatischen Schock auslösen.

Bürger, die einst in Furcht vor diesem Kriminellen mit Superkräften lebten, können jetzt beruhigt schlafen, während Electro seine Strafe unter Schwachstrom verbüßt.

 
 

OSBORN STREBT HATTRICK AN

Eine weitere Runde für Bürgermeister Osborn

Von Ben Urich

Bürgermeister Norman Osborn kündigt dritte Kandidatur für das Amt des Bürgermeisters an. Nachdem der Stadtrat das entsprechende, von Bürgermeister Osborn angeregte Gesetz verabschiedet und die Begrenzung der Amtszeit des Bürgermeisters aufgehoben hat, steht Osborns Kandidatur für eine dritte Amtszeit in Folge nichts mehr im Wege – ein Novum in der Stadt.

„Unter meiner Regierung ist die Stadt aufgeblüht. Wenn wir noch einmal gewählt werden, können wir noch viel Größeres schaffen“, erklärte Osborn vor der Presse.

Osborns neues Grundprogramm konzentriert sich auf die Verbesserung der Sicherheit in der ganzen Stadt und verspricht, „die städtische Abhängigkeit von maskierten Rächern wie der Spider-Bedrohung zu beenden“ und unter anderem der überforderten Polizei bessere „Unterstützung“ zukommen zu lassen.  

Er hat uns bisher nicht enttäuscht. Aller guten Dinge sind drei – könnte dies auch für die Regierung des Bürgermeisters gelten?  

MACH‘S GUT, JJJ

Langjähriger Herausgeber ergreift Chance im Digitalgeschäft

Von Robbie Robertson

Der Daily Bugle verabschiedet sich von seinem langjährigen Herausgeber J. Jonah Jameson. Nach Jahrzehnten an der Spitze unserer Zeitung wendet der temperamentvolle, eigenwillige Journalist seine Aufmerksamkeit nun den Podcasts zu.

Jamesons Karriere widmete sich dem Ziel, den Daily Bugle zu dem zu machen, was er heute ist – die größte Zeitung von New York City, die ihren Lesern knallharte Nachrichten liefert und die Wahrheit druckt, die sich andere Zeitungen nicht zu drucken wagen. Seine Furchtlosigkeit und sein Einsatz für fesselnden Journalismus brachten ihm mehrere wichtige nationale Auszeichnungen und einen lukrativen Buchvertrag ein.

Jameson schwört, den Bürgern von New York auch weiterhin auf anderem Weg, aber auf seine typische Art die heißesten Nachrichten zu liefern. 

 
 
 
 

FISKS SCHICKSAL

Das ist Fisks Welt, in der wir leben
Von Kat Farrell

Im Lexikon sollte neben dem Wort „Monopol“ nur ein Bild stehen – das Bild von Wilson Fisk, dem Firmenchef der gleichnamigen Baufirma. Seine Kräne dominieren die Skyline, und Stahlträger mit seinem Namen stützen die Mehrheit der höchsten Wolkenkratzer von New York City. Nachdem die Stadt praktisch ihm gehört, richtet Fisk seinen Blick ins Ausland, um sein Imperium zu erweitern.

Einigen bereiten seine globalen Pläne Sorgen, aber wen interessiert das, wenn er praktisch im Alleingang unsere Mittelklasse-Arbeiter gerettet hat? Hunderte ehemals arbeitslose New Yorker haben jetzt Arbeit, während sich Unternehmen aus aller Welt um Geschäftsräume in Fisks Bürotürmen reißen.

Fisk ist so erfolgreich, dass er sogar seinen eigenen Verdienst wieder in neue Projekte steckt. Das mag sich dubios anhören, aber ist es nicht besser, wenn ein Mogul, der es aus eigener Kraft geschafft hat, seine Geschäfte selbst finanziert, anstatt das Geld des Steuerzahlers zu verwenden?

Soll er doch seine Firma über Ozeane und Kontinente hinweg erweitern. Da er der New Yorker Skyline ohnehin schon seinen Stempel ausgedrückt hat, ist dies ohnehin schon Fisks Welt. Wir dürfen nur in ihr wohnen – beziehungsweise sie mieten.

 
 

DER MANN HINTER DER SPINNE

Leser schreiben ihre Meinung zu Spider-Mans wahrer Identität

Bryan I., Manhattan: „Ich wette, er war früher beim Zirkus und vermisst die Spannung am Trapez. Es ist doch so: Er schwingt sich von Gebäude zu Gebäude, als habe er nie etwas anderes getan.

James S., Bronx: „Ich weiß nicht, wer er ist, aber ich weiß, was er ist: ein Krimineller. Wenn Spider-Man wirklich auf unserer Seite wäre, würde er sein Gesicht zeigen. Aber so ist er auch nicht besser als die maskierten Verbrecher, die er fängt.

Jacinda C., Midtown: „Ähm, vermutlich ist er ein Bodybuilder, der einfach nur mit seinen Muskeln angeben will.

 
 

PENTHÄUSER AUSGERAUBT

Noch keine Spur zum Räuber der Reichen
Von Betty Brant

Eine Reihe Raubüberfälle auf New Yorks Oberschicht sorgt für Kopfzerbrechen bei der Polizei. Wer ist wohl dumm genug, um sich mit New Yorks Reichen und Mächtigen anzulegen? Anscheinend jemand, der sich mit den ausgeklügelten Sicherheitssystemen auskennt, die man sonst nur in Kunstmuseen und bei Diamanthändlern findet.

Den Behörden fehlt bisher noch jeder Anhaltspunkt, ob die Einbrüche durch einen einzelnen Dieb oder eine Verbrecherbande ausgeführt werden. Insiderquellen behaupten, dass der Schuldige an jedem Tatort eine „Unterschrift“ hinterlasse, was zumindest die Vermutung aus Polizeikreisen bestätigen würde, dass die Elite unserer Stadt nicht von einem gewöhnlichen Verbrecher ausgeraubt werde.

Die wohlhabendsten Familien unserer Stadt fordern Gerechtigkeit und setzen die Polizei stark unter Druck, diesen Fall zu lösen. Beobachter vermuten, dass die Opfer sich Hilfe von außen holen werden, um den Millionendieb zu entlarven und in Gewahrsam zu bringen, sollte die Polizei weiterhin versagen.

 
 
 
 

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