Wie Wolfenstein: Youngblood die Egoshooter-Formel der Reihe neu erfindet

... und einige Dinge, die im neuen Koop-Abenteuer mit 1980er-Setting beim Alten bleiben

 
 

1. Das erste Wolfenstein-Abenteuer mit Koop

Während ihr in den bisherigen Titeln der Reihe noch als Einzelkämpfer BJ Blazkowicz unterwegs wart, gibt es in Youngblood jetzt gleich zwei neue Protagonistinnen: BJs Töchter, die Zwillingsschwestern Jess und Soph. Egal, ob eure Schwester von der KI oder online von einem Freund gesteuert wird – das gesamte Spiel läuft im Koop ab. Ihr fragt euch, welchen Einfluss das auf das Spielgeschehen hat? 

Strategische Kämpfe

Wenn ihr euch im Team der Nazibedrohung stellt, könnt ihr im Kampf mit zusätzlichen strategischen Möglichkeiten rechnen: Ein Zwilling kann durch die Vordertür stürmen und wild um sich ballern, während der andere den Feind flankiert und zusätzlich Chaos stiftet. 

Rückendeckung

Belebt euch gegenseitig mitten im Kampf wieder, teilt Extraleben miteinander, verstärkt euren Partner mit bestimmten Gesten (mit einem Daumen nach oben kann Jess zum Beispiel Soph kurzzeitig zusätzliche Gesundheit geben) oder bedient zu zweit wuchtige Waffen wie die wahnwitzige Tesla-Kanone.

Lösen von Rätseln im Koop

Zwei Protagonistinnen gleichzeitig im Geschehen zu haben eröffnet völlig neue Möglichkeiten für Koop-Rätsel. Arbeitet zusammen und legt dabei Schalter um, öffnet Türen und gelangt an Orte, die nur scheinbar unerreichbar sind. 

 
 

2. Neue Protagonistinnen

Lernt Jess und Soph, alias die „Terror-Zwillinge“ kennen – sie sind die jungen Töchter von BJ und der Widerstandskämpferin Anya Oliwa. Zwar schwammen die beiden am Ende von Wolfenstein: The New Colossus noch friedlich im Bauch ihrer Mutter, doch wurden sie inzwischen von ihren Eltern in der Kunst der Nazibekämpfung ausgebildet. Das trifft sich gut, denn BJ wird hinter den feindlichen Linien vermisst, und ihr müsst ihn finden.

Zwar unterscheiden sich die Persönlichkeiten der beiden Charaktere, aber sie haben Zugriff auf die gleichen Fähigkeiten. Ihr könnt die Ausrüstung und Fähigkeiten eures Zwillings zu Anfang wählen, euch spezialisieren und eure Spezialisierung dann im Laufe des Spiels über einen umfangreichen Fähigkeitenbaum ausbauen.

 
 

3. Effektive neue Ausrüstung

Die Handlung spielt zwei Jahrzehnte nach den Geschehnissen des letzten Wolfenstein-Titels und seit ihr es das letzte Mal mit dem Dritten Reich zu tun hattet, wurden so einige schicke neue Spielzeuge entwickelt. Einen Logenplatz bei diesen Erfindungen nehmen die Motorrüstungen von Jess und Soph ein, die ihnen die verschiedensten Fähigkeiten verleihen:

  • TARNUNG: Ihr schleicht gern? Eure Motorrüstung ermöglicht es euch, kurzzeitig unsichtbar zu werden, wodurch ihr eure Gegner auf dem falschen Fuß erwischen könnt.
  • VERSTÄRKTER SPRUNG: Gelangt an scheinbar unerreichbare Orte, indem ihr zweimal die Sprungtaste drückt und dadurch in der Luft erneut nach oben schnellt.
  • VERSTÄRKTES STAMPFEN: Der Tod kommt von oben! Macht die Nazis im richtigen Moment mit einem motorbetriebenen Stampfer platt.
  • ZERSCHMETTERN: Kurz gefasst könnt ihr damit richtig heftige Schläge austeilen. Verarbeitet damit eure unglückseligen Gegner zu blutigem Hackfleisch oder boxt euch effektvoll durch Türen.
 
 

4. Neues Setting in den 1980er Jahren

Nachdem ihr zu Anfang ein Gefecht in einem Zeppelin überstanden habt, geht die Action in einer albtraumhaften, neongetränkten Version des Paris der 1980er Jahre erst so richtig los. Diese hat nichts mehr mit der geliebten französischen Hauptstadt der Realität zu tun – kein Serge Gainsbourg, kein Jean-Paul Gaultier, keine edlen Patisserien – überall werden die Straßen von Nazis in Lederkluft durchkämmt.

Das Setting unterschiedet sich stark von den bröckelnden Städten der 1960er Jahre des vom Nazi-Regime besetzten Europa, das wir aus den vorherigen Spielen kennen.
Auf diese Weise wird den Umgebungen in Youngblood eine frische Atmosphäre verliehen.

„Jeder Gegner, jede Waffe und jedes Gadget im Spiel hat ein neues Aussehen passend zum 1980er-Retro-Science-Fiction-Stil erhalten.“


– Andreas Öjerfors, Senior Game Designer, MachineGames

 
 

5. Neuer Co-Entwickler, neue Perspektive

Hauptverantwortlicher der Reihe MachineGames hat sich diesmal Hilfe in Form von Arkane Studios mit ins Boot geholt. Dieses talentierte Team steckt hinter den gefeierten Schleichspielen des Dishonored-Universums. Der Einfluss des neuen Teams fällt sofort auf:

  • Ausgedehnte Umgebungen: Während ihr bei den bisherigen Wolfenstein-Titeln überwiegend von A nach B gelotst wurdet, erlebt ihr in Youngblood riesige Gebiete, in denen ihr euer Ziel über verschiedene Wege erreichen könnt. Das Erkunden wird belohnt: So wie auch in Dishonored findet ihr an verborgenen Orten Power-ups und Easter Eggs und erfahrt mehr über die Story.
  • Offener Missionsaufbau: Mit Ausnahme der ersten und letzten Teile der Geschichte variiert der Schwierigkeitsgrad der Missionen, die ihr in beliebiger Reihenfolge von euer Basis aus angehen könnt. Das Spiel nutzt ein Erfahrungssystem, ihr könntet also für manche Aufgaben zunächst noch nicht stark genug sein!
  • Spielt auf eure eigene Weise: Die Waffen sind komplett anpassbar (durchsucht die Umgebung, um euch Upgrades zu kaufen) und ihr könnt eure Motorrüstung mit der Zeit über einen Fähigkeitenbaum aufrüsten, wodurch ihr euren eigenen Spielstil finden und verfeinern könnt.

„Man erlebt sowohl die heftigen Waffen und Kämpfe, für die MachineGames bekannt ist, sowie das fantastische offene Leveldesign von Arkane Studios.“


– Andreas Öjerfors, Senior Game Designer, MachineGames  

 
 

6. Dazugehöriges VR-Erlebnis

Wolfenstein: Cyberpilot ist das eigenständige Gegenstück zum Spiel für PlayStation VR und spielt in Paris, kurz vor den Ereignissen von Youngblood. Dort unterstützt ihr den Widerstand, indem ihr verschiedene Kriegsmaschinen des Feindes steuert, die von euch gehackt wurden, und diese dazu nutzt, die Nazibesatzer aus der französischen Hauptstadt zu fegen.

Um Spaß mit einem der beiden Spiele zu haben, müsst ihr nicht unbedingt vorher das andere spielen, obwohl sich ihre Handlungen an einigen Stellen berühren.

„Wenn man Youngblood spielt, kann man erkennen, welche Auswirkungen die eigenen Taten aus Cyberpilot auf die Stadt hatten.“
 

– Andreas Öjerfors, Senior Game Designer, MachineGames

 
 

Einige Dinge, bei denen euch Youngblood nicht aus eurer Komfortzone holt ...

  1. Horden fieser Nazis: Anderes Jahrzehnt, gleiches Regime. Entledigt euch gnadenlos eurer Feinde. 
  1. Riesige Todesroboter: Eine weitere Wolfenstein-Spezialität – abgefahrene, schwerbewaffnete Roboter – sind auch diesmal wieder mit von der Partie, einschließlich des aufgerüsteten Panzerhunds.
  1. Fette Knarren: Es wäre nicht Wolfenstein, wenn wir euch keine übergroßen Waffen in die Hand drücken würden, die alles in Schutt und Asche legen können. Youngblood hält sich in der Beziehung jedenfalls nicht zurück und stellt euch ein riesiges Arsenal zur Verfügung.
  1. Absolut unverschämt: Den bekannten Humor der Reihe werdet ihr auch diesmal nicht vermissen. Die Zwillinge haben nicht nur BJs Geschick im Nazitöten geerbt, sondern auch seinen kreativen Einsatz der englischen und deutschen Sprache … 

„In erster Linie ist es immer noch ein Wolfenstein-Spiel. Man räumt mit absolut aberwitzigen Waffen Nazis aus dem Weg, während man in der Story eine Mischung aus ernsten Themen, tollen Charakteren und schwarzem Humor erlebt.“


– Andreas Öjerfors, Senior Game Designer, MachineGames