RHINOS RANDALE GESTOPPT

... mit einem 100-Millionen-Dollar-Schaden

Von Ben Urich

Mit Goldbarren im Wert von einer Million unterm Arm und einer Kolonne an gepanzerten Autos im Schlepptau prallte die gepanzerte Bestie Rhino auf Spider-Man. Die beiden machten dann die Kreuzung 49. Straße/5th Avenue zu ihrer Kampfarena und bewarfen sich mit Straßenschildern und weiterem städtischen Eigentum.

Letzten Endes konnte Spider-Man den gehörnten Hitzkopf überwältigen, aber erst nachdem das destruktive Duo einen kompletten Häuserblock niedergerissen und die beliebte Eisbahn pulverisiert hatte. Nach Rhinos Abtransport ins Raft, New Yorks Hochsicherheitsgefängnis, stellt sich die Frage: Werden die Steuerzahler erneut die Multimillionen-Dollar-Rechnung für Spideys Eskapaden bezahlen müssen?

 
 

WEG MIT DER SPINNE

Die Spider-Bedrohung darf die Polizei nicht ersetzen
Gastkommentar von James Stevenson 

Der Rechtstaat hat die „heldenhaften“ Eskapaden von Spider-Man schon zu lange durchgehen lassen. Seine andauernde Präsenz stellt eine ständige Bedrohung für die Einsatzkräfte New Yorks dar und schädigt deren Ruf.

Wann brauchte der Police Commissioner jemals Handlanger? Soweit ich weiß, noch nie! Der amateurhafte „Rächer“ setzt sich eine Maske auf und übt grob fahrlässige Selbstjustiz, während er von Gebäude zu Gebäude schwingt. Stattdessen sollte er an der Seite unserer mutigen Frauen und Männer bei der Polizei gegen die Feinde unserer Stadt kämpfen.

Diese maskierte Bedrohung darf nicht die Arbeit machen, für die andere jahrelang trainiert haben! Wenn Spider-Man New York wirklich vom Verbrechen befreien will, sollte er dem Beispiel der Gesetzeshüter folgen und die Kriminalität legal bekämpfen: in Uniform und Abzeichen!  

 

 
 

SCHRECKEN AUS DEM GRAB

Neue Straßendroge Grabesstaub erschafft „Monster“ 

Von Betty Brant

Die Gesundheitsbehörde warnt die Bürger vor der neuen, heftigen und hochgradig süchtig machenden Straßendroge namens Grabesstaub. Dem Daily Bugle liegen medizinische Berichte vor, die unterstreichen, wie verheerend die körperlichen Veränderungen kurz nach der Einnahme der Droge bei den Konsumenten sind.

Biochemiker sind derzeit mit dem Entschlüsseln der Zusammensetzung beschäftigt, um zu verstehen, warum sich das Erscheinungsbild der Benutzer dieser Droge so dramatisch verändert. Verängstigte Augenzeugen behaupten, dass sich die Haut der Abhängigen grau verfärbt und verhärtet, als würden sie buchstäblich zu Stein werden. Andere berichten, dass Konsumenten in Wutausbrüche verfallen und dabei unschuldigen Bürgern und Passanten sowie sich selbst Gewalt zufügen.

Im Hinblick auf die Sicherheit und das Wohlergehen aller fordert die Gesundheitsbehörde derzeit alle Konsumenten von Grabesstaub auf, unverzüglich Hilfs- und Beratungsstellen aufzusuchen.

EIN „F.E.A.S.T.“ FÜR ALLE

Erfolgreiches Asyl feiert fünfjähriges Bestehen    

Von Ben Urich

Philantrop und Unternehmer Martin Li eröffnete sein erstes F.E.A.S.T.-Asyl vor fünf Jahren in Chinatown. Seit damals wurde daraus ein Ort der Hoffnung für die Hoffnungslosen von New York City.

Wenn man Li nach seinem Erfolgsrezept fragt, erwidert er einfach: „Der Erfolg basiert nicht darauf, was ich mache, sondern für wen ich es mache!“ Die Anerkennung gebührt laut Li vor allem den tatkräftigen Helfern, wie zum Beispiel May Parker. Sie seien die wahren Helden, die F.E.A.S.T. tagtäglich am Laufen halten.

Li hat keine Feierlichkeiten geplant und bekräftigt, dass das Asyl an seinem fünften Geburtstag dasselbe tun werde wie am allerersten Tag – den Hoffnungslosen Hilfe leisten und Geborgenheit bieten.

 
 
 
 

KERKER-KRACH

Das Raft reagiert auf Gerüchte
Von Robbie Robertson

Als Vorzeigeobjekt unseres örtlichen Gefängnissystems sollte die Hochsicherheitseinrichtung – besser bekannt als Raft – eigentlich der beste Ort sein, um Schwerverbrecher einzusperren. Doch Gerüchte über die schwankenden Sicherheitsstandards schüren in der Bevölkerung Ängste und Zweifel, ob das Gefängnis tatsächlich ausbruchssicher ist.

Gerüchten zufolge wird das Raft den außerordentlichen und vielseitigen Fähigkeiten seiner Insassen nicht vollständig gerecht. Insider behaupten, dass die Sicherheitsprotokolle nicht ausreichen, um die Insassen mit übermenschlichen Fähigkeiten vollständig kontrollieren zu können, sodass einige Gefängniswärter bei gelegentlichen Ausbruchsversuchen improvisieren mussten.

Um diesen Sorgen ein Ende zu bereiten, hat die Gefängnisleitung in einer offiziellen Stellungnahme verkündet, zusammen mit der Stadt und staatlichen Vertretern neue Standards für die Inhaftierung und Überwachung von Superschurken zu vereinbaren.

Das Arbeitstreffen soll unverzüglich stattfinden, damit die Bürger – und vor allem die Gefängnisangestellten – wieder durchatmen können, da sie wissen, dass die Probleme in der Festung beseitigt werden.

 
 

FISK GEFILZT

Büros des Firmenchefs nach „Kingpin“-Gerüchten durchsucht
Von Kat Farrell

Gerüchte um den Baumagnaten Wilson Fisk sind seit Längerem im Umlauf. Laut wollte es bisher keiner aussprechen, doch das Gerücht, dass Fisk und sein Bau-Imperium den kriminellen Unterbau von New York City stützen, hält sich hartnäckig. Anonymen Hinweisen zufolge soll Fisk sogar selbst der bisher unbekannte „Kingpin“ sein.

Die Behörden lassen nun verlauten, dass sie keine andere Wahl hatten, als beim angesehen Firmenchef höchstpersönlich nachzubohren. Bei einer gründlichen Durchsuchung wurden allerdings keine handfesten Beweise gefunden, welche die Anschuldigungen gegen Fisk gestützt hätten. Die Polizei sieht von jeder weiteren Untersuchung des Bauherren und des „Kingpin“-Geredes ab.

Fisk betonte, dass ihn die kürzlichen Anschuldigungen völlig kaltlassen. Kurz darauf reiste er nach Japan, um die Verhandlungen über weitere Projekte in Übersee mit potenziellen Geschäftskunden wieder aufzunehmen.

 
 
 
 

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